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    Unser letztes mannaz-Gemeinschaftstreffen 13. – 17. Mai 2026

    Für alle, die ein letztes Mal Gemeinschaft in dieser Form erleben wollen:
    Wir laden Euch zu unserem letzten Gemeinschaftstreffen ein.
    Nach 15 Jahren sagen wir Danke für unvergessliche Erlebnisse und Treffen und freuen uns darauf, wenn Ihr dazu kommt und wir unsere Erinnerungen teilen, was wir alles miteinander erlebt haben und noch einmal miteinander gemeinsame Erinnerungen schaffen.

    Warum ist dies das letzte Gemeinschaftstreffen in dieser Form?

    Ihr Lieben,

    diejenigen unter Euch, die öfter auf dem Gemeinschaftstreffen waren, haben es vielleicht mitbekommen: wir hatten immer wieder neue Herausforderungen bei der Organisation, mit denen wir einen Umgang finden mussten.

    Das erste Gemeinschaftstreffen setzte auf Selbstversorgung. Nach den technischen und organisatorischen Pannen entschieden wir uns, einen Ort zu suchen, in dem wir auf eine umfassende Versorgung zurückgreifen konnten.

    In den Anfängen auf Ummanz konnten wir die Menge der Menschen nur mit einem Caterer versorgen. Es war ein Weg, uns mit dem Essen abzustimmen und schließlich eine für alle gute Lösung zu finden, um bestmöglich die unterschiedlichen Bedürfnisse abzudecken. Wir haben neue Unterkünfte dazu gebucht, als die Teilnehmendenzahlen stiegen, wir sind immer wieder im Gespräch gewesen, wie wir Euch eine gute Zeit gestalten. Jedes Jahr braucht die Vor- und Nachsorge viel Zeit, um mit den Unwägbarkeiten, die nicht planbar waren, neu zu denken. Besonders dankbar sind wir für die große Flexibilität und die vielen Möglichkeiten, die uns Ummanz bot. Wir durften alles nutzen ohne zusätzliche Kosten.

    Ab 2023 mussten wir nun einen neuen Ort suchen. Wir haben viele Unterkünfte besucht, die uns jedes Mal vor neue Überlegungen stellten. Wir haben immer versucht, die Preisgestaltung in einem machbaren Rahmen zu halten. Das gelang auch deswegen, weil wir bis heute einen Teil im Ehrenamt ableisten und die Menschen, die sich besonders engagieren eine Aufwandsentschädigung bekommen, die dann einige auch spenden.

    Ich denke, alle haben das gerne gemacht.

    Das Gemeinschaftstreffen lag mir immer besonders am Herzen, weil es einen Platz für die Kinder und dann Jugendlichen war, an dem sie freie Tage erleben konnten im Kreis von Erwachsenen, die ihnen in der Haltung der Liebe begegnen. Alle Kinder, die jedes Jahr von Anfang an dabei waren, sind groß geworden und gehen ihre eigenen Wege. Ich bin dankbar, dass wir diesen Raum geschaffen haben.

    Wir haben so viele Momente mit Euch geschaffen für die ich dankbar bin. Unvergessliche Bühnenauftritte, Workshops und Vorträge, die alle Facetten unserer Arbeit zeigten und in denen sich viele Menschen ausprobieren konnten. Volle Programme, die eine Vielzahl an Talenten präsentiert haben und eine große Bandbreite an Möglichkeiten boten. Es war immer besonders zu erleben, wie bunt unser Programm war, weil so viele Menschen mit uns gestaltet haben.

    Ich denke, so manch und mancher von Euch hat auch Fähigkeiten in sich entdecken dürfen im Ausprobieren.

    Was ist seit 2023 anders?

    An unserem neuen Ort sind wir nun verpflichtet, eine Teilnehmendenzahl zu garantieren. Vorher waren wir darin flexibel. Alle Locations, die wir nach Ummanz besucht haben, stellen diese Bedingungen, denn auch sie müssen ihr Jahr planen können.

    Nach den Erfahrungen aus dem ersten Jahr in Neu Sammit haben wir uns Gedanken zum Essen gemacht und durchgespielt, wie es wäre, wir würden die Verpflegung selbst organisieren. Das haben wir verworfen, weil wir weder die personelle noch die logistischen Kapazitäten dazu haben. Nun haben wir einen Bio-Caterer gefunden, der uns mit vegetarischem und sogar auf Wunsch veganem Essen versorgen wird. Aber auch das hat seinen Preis.

    Insgesamt ist das Gemeinschaftstreffen so, wie wir jetzt verbindlich sein müssen, mit einem hohen Aufwand verbunden, mit viel Unsicherheit und einem finanziellen Risiko, denn die Kosten tragen wir für die Unterkunft, egal wie viele Menschen kommen.

    Die Anmeldungen für dieses Jahr verlaufen schleppend. Der Vertrag ist seit zwei Jahren unterschrieben. Wir hatten als Rückmeldung, dass alle Menschen, die dort waren, es so schön fanden, dass wir uns auf Neu Sammit festlegen wollten.

    Wir verstehen: die Kosten sind bei allen gestiegen und man überlegt sich genau, an welchen Veranstaltungen man teilnehmen will. Die Kinder sind groß und kommen nicht mehr mit. Es gibt andere Seminare, zu denen die Menschen kommen wollen.

    Wir sind 15 Jahre mit allem umgegangen, was das Leben von uns forderte. Wir haben Corona miteinander geschafft und uns auf einen Neustart gefreut.

    Das alles mit bedacht, haben wir nun schweren Herzens entschieden, dass dieses Gemeinschaftstreffen 2026 das letzte sein wird. Wir können und wollen das finanzielle Risiko nicht in diesem Umfang tragen, es belastet uns in einer Form, die es uns schwer macht.

    Wir danken Euch für die vielen schönen Jahre. Wir werden uns neue Formate überlegen, der Gemeinschaftstag im letzten Jahr war ein Anfang dafür.

    Wir freuen uns auf alle, die mit uns dieses letzte Treffen feiern.

    Es grüßen Euch

    Judith, Anne und das Team von mannaz-Seminare

     

     

     

     

     

     

     

     

     


    Unser Seminarkalender 2026 ist online. Hast Du Lust, Dein Jahr mit unseren Angeboten zu planen?

    Ihr Lieben, 

    hinter den Kulissen ist es ein wahres Stück Arbeit, bis der Kalender für unser Seminarangebot steht. Stellt Euch das so vor:
    Im Sommer sammeln wir die Angebote der Seminarleitenden, dann sichten wir diese, um daraus eine Übersicht zu erstellen, in der alle Bedürfnisse berücksichtigt werden können.
    Dann beginnt der eigentliche Teil, alle Termine so abzustimmen, dass sie gut ins Jahr passen.
    Bei unserer Vielfalt ist das nicht immer einfach. Denn: wir arbeiten ja alle noch in anderen Bereichen. Deswegen müssen wir eine Balance zwischen einem guten Angebot für Euch und Zeit für unsere anderen Tätigkeiten finden. 
    Zu guter Letzt werden alle Termine in den Kalender eingetragen, auf der Homepage aktualisiert und letzte Änderungen, die sich ergeben, eingefügt. Das ist der knifflige Teil der Kalendererstellung. Noch mal alles durchkontrollieren und dann ist es vollbracht.
    Jedes Jahr setzen wir uns ein ambitioniertes Ziel, dass wir fast schaffen! 😉
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    Geh-Danken-Weg 2025 – Pilgerblog

    Mit dem Kompass der Heilung durch die Mecklenburgische Seenplatte

    Hier lest Ihr die Texte aus dem Pilgerblog des Geh-Danken-Wegs 2025. Sie sind Zeugnis von Menschen, die Euch hier an Ihren Erlebnissen, Eindrücken und Erkenntnissen teilhaben lassen.

    Ich danke Ihnen von Herzen für ihren Beitrag.

    Judith Kroy

    Start in Leppin

    Die Einführungsrunde ist in vollem Gange.
    Der erste Nachmittag dient dazu, alle Teilnehmenden gut in Kenntnis zu setzen, über das, was sie auf dem Geh-Danken-Weg erwarten wird. Die Pilger*innen erfahren, welches Material ihnen für die Tage dienen kann und können sich versorgen.
    Es gibt Pilgeraltäre, Buttons, Armbänder, Tagebücher und Taschen für die Dinge, die schnell griffbereit sein müssen.

    Wir kommen ins Gespräch, über die Region, durch die wir laufen.
    Wir tauschen uns darüber aus, wie die “katastrophalen” Ereignisse eine Landschaft prägen können. Die enormen Gletschermassen haben diese Landschaft, durch die der Geh-Danken-Weg führt, geformt. Wir nehmen das Thema auf und fragen uns: auch unsere traumatischen Erfahrungen prägen unser Leben. Sie liegen oftmals lange zurück und sind uns nicht mehr bewusst, haben uns aber zu der Person gemacht, die wir heute sind. Auf dem Pilgerweg gehen wir dem nach, was uns geprägt hat, wie wir sind und wirken und können uns fragen, wir gerne sein würden.

    Jeden Tag laufen wir in einer Haltung aus dem Kompass der Heilung, der uns darin führt, ein persönliches Thema auf diesen Weg zu verfolgen.
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    Zuversicht – Kompass der Heilung

    Zuversicht bringt Dich ins Dienen – sich entscheiden

    Wenn wir der Spur folgen,
    führt sie uns zu tiefer Einsicht
    und weckt die Sehnsucht
    nach Erlösung.

    In ihr verbirgt sich die Kraft
    zu Wandel und Veränderung –
    unsere Zuversicht

    Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise, so droht Erschlaffen… 
    <(Hermann Hesse)

    Haben wir uns ehrlich gezeigt und unsere wahre Antwort in die Welt gebracht, entsteht in uns Zuversicht. Die Gewissheit, dass alles was uns geschehen ist und was uns noch geschehen wird “gut” ist, dass es uns näher zu uns bringen kann. Wir freuen uns auf die nächste Konfrontation mit dem Leben.

    Wieder andere haben es sich zum Programm gemacht, sich und andere immer kurz vor dem Erreichen des Ziels zu enttäuschen, meist, um nicht erfolgreicher zu sein als ihre Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen. Oft folgen wir noch immer dem inneren Ruf, unsere Eltern nicht zu enttäuschen und ein »guter Sohn« oder eine »gute Tochter« zu sein – selbst, wenn diese bereits gestorben sind. Weiterlesen…


    Verantwortung – Kompass der Heilung

    Verantwortung bringt Dich zum Handeln – sich entscheiden

    Das Leben annehmen, 
    mit allem was es Dir schenkt, 
    den hellen und den dunklen Erfahrungen 

    Weil es Dein Leben ist 
    und nur Du Deine Antworten finden kannst

    Du bist immer Frage und Antwort zugleich, 
    jeden Augenblick,
    mit jedem einzelnen Atemzug, 
    bis in Deinen Tod 

    Welche Antwort geben wir auf das Leben? Der Weg der Selbstverwirklichung führt über Begegnung und Konfrontation mit Anderen dahin, alle Anteile von uns zu integrieren, die wir in früher Kindheit abgespalten haben. Wir übernehmen Verantwortung für unser Leben, wenn wir unsere eigenen Antworten finden. Dann werden wir wesentlich und wirksam für uns und andere. 

    Sind wir uns eigentlich darüber im Klaren was Verantwortung bedeutet? In dem Wort Verantwortung steckt das Wort Antwort und genau darum geht es. Welche Antwort geben wir auf das Leben? Welche Antworten geben wir durch unser Handeln oder Nichthandeln, unser Reden und Nichtreden auf die Situationen, vor die uns das Leben stellt? 

    Wieso fällt es uns so leicht für andere Verantwortung zu übernehmen und oft so schwer für uns selbst? Und was tun wir, wenn wir scheinbar für andere Verantwortung übernehmen? Nehmen wir ihnen damit nicht etwas? Sprechen wir ihnen damit nicht ihre Autonomie und Integrität ab? Manchmal scheint mir, wir wollen über dieses Thema nicht einmal nachdenken. Wir haben Angst vor den Konsequenzen. Weiterlesen…


    Mut – Kompass der Heilung

    Mut bringt Dich in die Sichtbarkeit – sich zeigen 

    Hätte ich nur den Mut… mein Leben zu riskieren, um es zu gewinnen! 

    Die Reise zu uns selbst ist das letzte große Abenteuer, wir bergen den Schatz unserer Bestimmung und machen mutige Schritte, diese in die Welt zu bringen. Wir brauchen den Mut unsere wahren Wünsche zu gestalten, sie zu bekennen und uns damit zu zeigen, egal was andere Menschen darüber denken. 

    Wovor ängstigen wir uns? Es ist doch eher die Sorge das zu verlieren was wir kennen, als die Angst vor dem was kommt. Haben wir gelernt zu vertrauen und zu hoffen, wozu brauchen wir dann denn noch Mut? Wenn wir es schaffen unsere Ängste bewusst zu machen, können wir sie überprüfen und enttarnen.  

    Im Innersten geht es wohl eher darum uns zuzumuten und auf uns zu vertrauen. Wir stehen vor der Aufgabe unsere eigene Kraft und wahre Größe zu bekennen. Wir blicken nicht mehr auf unsere Unzulänglichkeiten, die uns ent-schuldigen. Wir blicken auf unsere Gaben, auf unsere Stärke und unsere Bereitschaft uns ganz auf uns einzulassen, auf die innere Stimme, die von uns alles fordert – jeden Tag, aus voller Kraft und Leidenschaft zu leben. Die uns ins Leben stürzen will.  Weiterlesen…


    Vertrauen – Kompass der Heilung

    Vertrauen bringt Dich in die Lebenslust – sich erlauben 

    Wir können lernen uns wieder selbst zu vertrauen, weil wir uns nicht mehr vor uns verbergen müssen. Wir können lernen dem Leben wieder zu vertrauen, wenn wir die Verletzungen einladen. Weil wir uns erlauben, wieder alles zu leben, was uns ausmacht. Dann kommen wir in Kontakt mit unseren wahren Bedürfnissen und Träumen. Es wird Zeit uns damit ganz dem Leben zu schenken – voller Leidenschaft.  Weiterlesen…


    Dankbarkeit – Kompass der Heilung

    Dankbarkeit bringt Dich in die Versöhnung – sich vergeben

    Tiefe Dankbarkeit stellt sich ein, wenn wir auf alles, was uns widerfahren ist, mit anderen Augen blicken können. Wir bergen den Schatz unserer Erfahrungen, wenn wir uns im Beisein eines anderen Menschen unseren Emotionen stellen. Die Dankbarkeit verändert uns von innen heraus und taucht das Erlebte in ein versöhnliches Licht. 

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    Geh-Danken-Weg 2024 Pilgerblog

    Hier findet Ihr den Blog des diesjährigen Pilgerweges in der Zusammenschau. Viel Spaß beim Lesen!

    23. August Ankommen im Heilzentrum Leppin

    Alle Pilger*innen sind in Leppin eingetroffen.
    Die Einführung zum Ankommen in der Gruppe startet mit einem Kurzvortrag von Heiko Kroy.
    Warum wandern wir nicht? Warum pilgern wir?

    Seit 2007 gibt es den Pilgerweg der Begegnung. Was damals in der Rhön als Weg der Heilung und Versöhnung begann, ist seit einigen Jahren zum Geh-Danken-Weg in der Mecklenburgischen Seenplatte und auf Rügen geworden.
    Von Samstag bis Freitag gehen die Pilger*innen einen Weg, der sie sie in einer herzförmigen Route über Neubrandenburg, Pekatel, Fürstenberg, Lychen, Feldberg, Fürstenwerder wieder nach Leppin zurückführt.

    Die Pilger*innen gehen auf dem Geh-Danken-Weg mit dem Kompass der Heilung im Gepäck. Die acht Haltungen aus dem Kompass geben Orientierung für die eigene innere Ausrichtung.
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    Annahme bringt Dich ins Mitgefühl- Kompass der Heilung

    Annahme bringt Dich ins Mitgefühl – sich fühlen 

    In den tiefsten und schmerzhaftesten Momenten angenommen zu sein, danach sehnt sich jeder Mensch. Oft haben wir diese Erfahrung in unserer Kindheit nicht gemacht. Deswegen richten wir unser Leben so ein, dass wir uns nicht mehr fühlen. Die Annahme von Allem, was in uns ist, bringt uns wieder in echten Kontakt mit unseren Gefühlen und Bedürfnissen. 

    Was braucht ein Kind, das sich wehgetan hat? Braucht es schnell Ablenkung, ein Bonbon, Aufmunterung, hektisches Gerede? Oder sehnt es sich nur nach Einem: von jemandem gehalten zu werden und ausgehalten zu werden in seinem Schmerz? 

    Schmerz, den wir bei anderen sehen, erinnert uns an unseren eigenen Schmerz und wir wollen ihn nicht sehen, wir reagieren wie instinktiv, um den Schmerz zu verkleinern, ihn weg zu machen, damit es uns nicht schmerzt. Wir können ihn nicht einfach annehmen und aushalten. Aber genau das wäre es, was unsere Seele braucht. Im Schmerz stehen und ihn annehmen, ohne ihn wegmachen zu müssen. Welchen Sinn soll es haben den Schmerz einfach nur anzunehmen? Wir sind doch meist damit beschäftigt Schmerz oder Unwohlsein so schnell wie möglich abzustellen. Bei dem Streben nach Glück hindert uns doch nur der Schmerz, wieso sollten wir ihn annehmen – wie Eltern ein Kind – und wie soll das gehen? 

    Solange wir uns gegen den Schmerz stellen, begreifen wir nicht die Heilung, die in ihm liegt. Spüren wir den Schmerz, ist die Verletzung schon längst geschehen und es hilft nicht weg zu sehen. Der annehmende Blick ist das Heilsamste was uns in einem Moment der inneren Konfrontation widerfahren kann. Können wir uns unserem Schmerz urteilsfrei stellen? Wir haben oft Angst den Schmerz (noch einmal) zu fühlen und wir haben noch mehr Angst davor unserem Schmerz Ausdruck zu verleihen, insbesondere wenn uns dabei andere Menschen sehen können. Wir fürchten ihr Urteil und ihr Mitleid. Beides ist keine Annahme. Beides verletzt uns noch tiefer und retraumatisiert uns. 

    Und manchmal werden wir dabei auch an unsere Verzweiflung stoßen. Aber eine Verzweiflung in Verbindung mit Mut wird zu einer schöpferischen Kraft. Wenn wir es wagen unsere Verletzungen in Liebe anzusehen, erwächst daraus verantwortliches Handeln und wir können begreifen, dass die Menschen die uns am tiefsten verletzt haben uns damit unserer Gabe nähergebracht haben. Wenn wir begreifen, wie unser größtes Leid unsere Gabe am meisten gestärkt hat können wir tief vergeben lernen. 

    Indem wir einen urteilsfreien Ausdruck der Gefühle finden, die mit dem Schmerz zusammenhängen, werden wir lernen uns selbst mit Mitgefühl zu begegnen. Es ist schwierig, dieses `Fühlen` der schmerzhaften Erinnerungen. Aber es geht auch wieder vorbei und es bringt einen nicht mehr um. Das `Mit-sich-fühlen´ öffnet das Herz und verändert die Wahrnehmung. Mit dem Herzen zu sehen, heißt, den ursprünglich schuldigen “Verletzenden” in seiner Not, bzw. in seinem Anliegen, gar nicht verletzen zu wollen, zu erkennen. Diese Einsicht offenbart die Wahrheit. Erst dann ist Vergebung möglich. 

    Reflektion:

    Kann ich im Schmerz stehen – meinem oder dem eines anderen? 

    Welche Gefühle erlaube ich mir nicht zu fühlen? 

    Welche Gefühle habe ich mir erlaubt zu fühlen, nach einer Verletzung? 

    Kann ich meinen wahren Gefühlen Raum geben, gegenüber anderen? 

    Wie geht ein Mensch, der mich liebt mit mir um, wenn ich diese Gefühle / Anteile von mir zeige? 

    Bei wem oder wo fühle ich mich vollkommen angenommen? 

    Kann ich auch innerlich selbst so mit mir umgehen, wenn ich Gedanken und Gefühle habe, die ich normalerweise verdränge oder projiziere?