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04.09.2012 11:38 Alter: 5 yrs
Kategorie: Pilgerblog

Dritter Tag Geh-Danken-Weg

Von Neustrelitz nach Fürstenberg


Durch die Annahme zum Mitgefühl

Was brauche ich in meinem Leben wesentlich, was fehlt mir und was kann ich nicht spüren?

Ein großer Wunsch an diesen Pilgerweg war: Ich will erwachsen und Mann werden, aber trotzdem mein inneres Kind nicht vernachlässigen.

Ich habe lange Zeit versucht, die Verbindung zu meinem inneren Kind zu stabilisieren und habe dabei gar nicht gemerkt, dass mein Erwachsenen-Ich auf so unsicheren Säulen steht. Ich kann mich nicht definieren, ich weiß nicht, wer ich bin und was mich ausmacht. Das macht mit hilflos, da ich keinen festen Punkt habe, von dem aus ich losgehen kann. Ich versuche in alle Richtungen mich zu wenden und auszuprobieren, anstatt meine Kräfte konzentriert zu bündeln. Ich bin müde vom Kampf. Und diese Müdigkeit habe ich heute gespürt, als ich für mein inneres Kind gelaufen bin. Ich war so müde, dass ich in dem Westernsaloon, in dem wir am Mittag eingekehrt sind, eingeschlafen bin.

Am Nachmittag bin ich mit einigen Menschen gegangen und wir haben viel gesprochen und ich habe mir überlegt, was mein Erbe sein soll und was ich meinen Kindern als Erbe mitgeben will. Die größte Gefahr ist, das die Menschen die Verbindung zu sich zu verlieren und wenn das geschieht, dann verlieren sie auch die Verbindung zu ihrer Gabe und so viele kostbare Geschenke gehen verloren. Das macht unsere Welt um so vieles ärmer.

Das hat mich nachdenklich und traurig gestimmt…

Es lohnt sich, für das was wir unseren Kindern weitergeben, jede Bürde auf sich zu nehmen. Kein Weg ist zu lang, kein Rucksack zu schwer, keine Blase kann zu sehr wehtun, um unser wahres Erbe zu bewahren.